Stand Dezember 2019

Einen Tag vor Weihnachten wurden von uns an zwei Stellen in unseren Pachtabschnitten sogenannte Scotty-Boxen im Gewässer eingebracht.
In diesen befanden sich insgesamt knapp 1600 Forelleneier von Fischen, die am Tag zuvor beim Laichfischfang im Gewässersystem gefangen wurden.

Was sind Scotty-Boxen?
Es handelt sich um eine Bruthilfe des kanadischen Anbieters SCOTTY. Die Brutboxen bestehen aus zwei Platten, mit jeweils 200 Waben. Jede dieser Waben hat eine Einström- und Ausströmöffnung durch welche das Wasser hindurchfließt. Diese Waben werden mit den Meerforelleneiern befüllt. Durch die räumliche Trennung der einzelen Waben soll einer Verpilzung vorgebeugt werden.
Nach der abgeschlossenen Entwicklung und nachdem der Fischnachwuchs seinen Dottersack aufgezährt hat kann die Box selbstständig verlassen werden.

Warum nutzen wir die Scotty-Boxen?
Die Scotty-Boxen wurden an zwei verschiedenen Stellen von uns im Gewässer plaziert um nach Abschluss der Entwicklungszeit Rückschlüsse auf die Entwicklungschancen der Forellen im Gewässer zu ziehen. Anhand der in der Box verbliebenen Eier kann man eine Tendenz des Bruterfolges ableiten.

Während der Entwicklung im Ei kann vieles passieren und die äußeren Einflüsse können dazu führen, dass die Eier absterben. In den natürlichen Laichgruben, von denen wir auch in diesem Jahr erfreulicher Weise wieder einige im Gewässer haben, lässt sich dieses nur schwer überprüfen. Deshalb haben wir uns in diesem Jahr dazu entschlossen, einen Teil der Eier in den Scotty-Boxen ins Gewässer zu bringen.

Scotty Box

Scotty-Box im Gewässer

 

Stand Oktober 2019

Seit knapp 4 Jahren befasst sich der ASV Bad Schwartau nun intensiv mit dem Vorkommen bzw. dem Bestand von Meerforelle/Bachforelle in der Schwartau.
Großteile des unteren Gewässerlaufs befinden sich in der Pacht vom Schwartauer Angelverein.

Das Vorkommen von Forellen ist im Gewässer historisch belegt, jedoch waren die Forellen so gut wie verschwunden.
Seit Beginn des Projekts haben wir in den letzten Jahren einige Tausend Forellen-Brütlinge und Setzlinge in das Gewässer gebracht.
Zudem sind wir als Vertreter der Fischerei ein Teil der Arbeitsgruppe Schwartau, wo zusammen mit anderen Vertretern von Verbänden und Behörden der Zustand des Gewässers analysiert und Optimierungsmaßnahmen erarbeitet werden. Ein Ergebnis dieser Arbeit ist z.B. das Auenprojekt. Eine Renaturierungsmaßnahme der Schwartau zwischen Hobbersdorf und Parin. Die Arbeiten am Gewässer sollen im Winter 2020 beginnen.
Im Herbst 2019 fand erneut ein Fischmonitoring vom Institut Biota in unseren Pachtabschnitten statt und wir hatten die Möglichkeit, einen genauen Einblick auf das Vorkommen von Fischarten in unserem Gewässer zu bekommen.
Neben Barschen, Hechten, Schleien, Rotaugen, Rotfedern, Döbeln, Alanden, Moderlieschen, Bitterlingen, Gründlingen, Steinbeissern, Stichlingen und Aalen freuten wir uns natürlich besonders über die beim E-Fischen gefangenen Forellen.

Bei Bach und Meerforellen handelt es sich um Standortvariationen von ein und der selben Fischart. Je nachdem ob die Forelle nach dem Schlupf in die Ostsee abwandert oder in der Schwartau dauerhaft bleibt unterscheidet zwischen Bach- und Meerforelle. Die Meerforellen suchen dann nur noch zur Fortpflanzung die Bäche auf, verbringen aber den Rest des Jahres in der Ostsee.
Bei der Untersuchung haben wir Forellen aus diesem Jahr, sowie Ein- und Mehrjährige Fische gesehen. Große Bachforellen als auch eine bereits zum Laichgeschäft aufgestiegene Meerforelle.

Die ersten Erfolge unserer Arbeit sind somit sichtbar! Für uns aber kein Grund sich jetzt auszuruhen. Es gibt noch viel zu tun, packen wir es an!
Willst auch du Teil dieses tollen Projektes werden oder uns anderweitig Unterstützen, dann findest du alle Kontakte auf unserer Homepage.

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